Der Kleine ist sehr stolz, er ist ab sofort an der Schule des Großen.

Wir Eltern sind mäßig begeistert, denn alles ist anders als versprochen: Das neue Gebäude ist noch nicht fertig, sodass die Klasse noch in einem Behelfsraum untergebracht ist, und vor allem: Es sind 25 Kinder in der Klasse, obwohl die Schule eine Policy hat, dass in der Primary School nicht mehr als 18 pro Klasse sind. Der Raum ist knallvoll. Zum Drüberstreuen ist die Lehrerin erst seit drei Wochen im Land, sie hat vorher in London unterrichtet, hat keine Ahnung davon, wie unsere Schule funktioniert, und muss quasi selbst von der Lehrerin der 3- bis 4-Jährigen und von ihren eigenen zwei Assistentinnen “an der Hand genommen” werden. Mal abgesehen davon, dass sie sicher mehr mit sich selbst als mit ihren 25 Zöglingen beschäftigt sein wird – das ist nicht böse gemeint, aber wer schon mal einen Umzug in ein anderes Land mitgemacht hat, weiß, dass es einfach eine Zeit dauert, bis man “angekommen” ist und den Kopf für was Anderes als das Sich-Zurechtfinden frei hat.

Die Lehrerin der Kleineren (EE3-4) ist überhaupt sehr dominant und hat gleich das Ruder übernommen. Bei dem Elterninfo-Morgen (der nur den neuen Eltern angekündigt wurde, denn die waren schon am Tag vor Schulbeginn zum Orientation-Afternoon eingeladen, die “alten” Eltern wurden damit am ersten Schultag überrascht, dass um 8.30 eine Infoveranstaltung stattfindet) hat sie das Wort übernommen.

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