Heute war Elternsprechtag in unserer Schule. Die Problemlehrer haben wir gleich einmal ausgelassen, die machen keinen Spaß (kleiner Scherz), aber bei der Kunstlehrerin, die unseren Sohn seit Mitte oder Ende Januar unterricht (davor hatte er Musik, das wechselt derzeit halbjährlich), haben wir uns vorgestellt. Ich muss gestehen, selten bin ich mit so einem langen Gesicht von einem Eltern-Lehrer-Gespräch aufgestanden.
Das aktuelle Thema war: “Was kann ich aus den Textilien, die eine Kultur produziert, über diese Kultur lernen?” Dazu mussten erst einmal Muster aus dem Internet gesucht und ausgedruckt werden (das waren zu wenige und sie waren nicht repräsentativ genug). Die Zeichnung, die er gemacht hat, wird sie vermutlich mit 3 aus 8 Punkten benoten, weil sie nicht fertig genug und nicht akkurat genug ist (er sagt, er ist kein guter Zeichner. Mein Eindruck ist, er war sehr verkrampft, die Zeichnung ist bemüht, aber kindlich). Der Druck bekommt wahrscheinlich 5-6 aus 8 Punkten, weil er beim Drucken der zweiten Farbe etwas verrutscht ist und überhaupt besser sein könnte. Und das Essay – naja, das bekommt auch 3 aus 8, denn die Aufgabe war, 5 Muster und 5 Farben mit Bezug auf die Literatur und Quellen zu besprechen und er hat nur das Edelweiß (das er als Muster selber verwendet hat) und eine Farbe besprochen und damit die Aufgabe nicht erfüllt.
Ehrlich – danach habe ich meinem Sohn empfohlen, selbst dann Musik zu wählen, wenn er nicht vom Unterricht befreit wird. So kann man einem Kind echt jede Freude an Kunst nehmen.